Demnächst geht´s wieder auf Reise


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Mia ist jetzt wieder in Indien

für 4 Wochen … mit Verstärkung (Hanna ist auch dabei)

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Mia ist wieder daheim !!!


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Liebe Grüße von einer ferienmüden Aunty

Hier meine letzte Rundmail noch. Die passenden Bilder kommen bald :-) Seit heute sind auch die Kleinsten wieder in der Schule und wir haben heute morgen ganz feierlich den NEST - Independence - Day gefeiert:-)! Seit 4 Wochen das erste Mal ohne Kinder…Morgen machen wir wahrscheinlich einen Ausflug nach Bangalore City oder so:-)

Liebe Grüße Eure MIa

Bangalore, 31.Mai 2010

Hallo Ihr Lieben,

wow, wenn ich mir so überlege was die letzte Zeit hier alles passiert ist könnte man damit auch locker ein halbes Jahr und nicht nur knapp drei Wochen füllenJ! Ja, es war eine anstrengende aber auch schöne Zeit - zumindest meistens!

Also ganz von vorne: Am 9. Mai sind unsere Kinder wieder gekommen. Das war ein wunderschöner Tag. In der vorhergehenden Woche haben wir alle erst die Tage, später dann schon die Stunden bis unsere Lieben wieder kommen gezählt. Das Dorf ist ohne Kinder einfach leer und richtig tot! Als wir dann am Sonntagmorgen am in unserer Minikapelle mit allen Mitarbeitern Messe gefeiert haben, habe ich während der Wandlung die ersten Schritte im Kieshof gehört…und das erste Kind war da. Von da an konnte die Messe gar nicht schnell genug endenJ! Dann sind die Kinder so nach und nach gekommen. Total unterschiedlich. Einige haben sehr geweint und waren traurig wieder von der Mama weg zu müssen andere haben sich aber schon wieder wahnsinnig gefreut. Einige Kinder sind mir schon entgegen gerannt und haben sich gleich an meine Beine geklammert - das war eines der schönsten Gefühle die ich je hatte! Als ein Kind mir dann auch noch einen Schokoriegel zum Muttertag mitgebracht hat und viele andere mich mit Küsschen beschenkt haben, war ich einfach nur glücklich! Abends haben dann schließlich noch vier Kinder gefehlt. Zwei Mädels (Geschwister) hatten einen Unfall mit der Autorikscha und konnten somit erst einen Tag später kommen. Eine andere Mama hat es einfach verballert und ein Kind kam gar nicht wieder. Sie hat sich hier einfach nicht wohl gefühlt und hatte das letzte Jahr immer nur Heimweh und konnte somit nicht lernen und hat vor allem nie Anschluss gefunden. Zudem hat sie in der letzten Zeit auch ziemlich viel gelogen - und zwar keine Kleinigkeiten. Naja nichts desto trotz fiel es mir wieder schwer sie gehen zu lassen - es war halt doch eines meiner Kinder. Ja mit der Ankunft der Kinder waren wir auch wieder ganz schön busy! Es wurde wirklich nie langweiligJ! Ein „Ferientag” sah für mich drei Wochen (mit Unterbrechung) so aus:

6.00Uhr             aufstehen

6.15Uhr             Yoga

6.30Uhr             Küche

7.30Uhr             Gottesdienst

8.30Uhr             Frühstück

9.30Uhr             Englisch Unterricht für die ganz Kleinen

10.30Uhr           Pause

11.00Uhr           Weben

11.45Uhr           Blockflötenunterricht mit 9 Kindern (es lebe AspirinJ)

12.30Uhr           Mittagessen für die Kinder

13.30Uhr           Mittagessen für mich

Bis 14.30Uhr     Pause à SCHLAFEN!!!!

14.30Uhr           Creative Class (basteln, Freundschaftsbänder knüpfen, Bücher einbinden…)

15.30Uhr           Gartenarbeit

16.30Uhr           „Joggen” mit den Kleinen (mehr so rumrennen - hat aber voll Spaß gemachtJ)

Danach Freizeit für die Kinder und Kaffee für michJ

17.30Uhr           Kaffe für die Kinder

18.30Uhr           Kinder unterhalten mit Buch vorlesen und wenn wir ganz müde waren gibt’s ja immer

noch das FernsehenJ

19.30Uhr           Abendgebet

20.00Uhr           Abendessen Kinder und kleine Kinder ins Bett bringen

20.45Uhr           Abendessen für mich

Dann schnell duschen und noch schneller ins Bett!!!

Also jetzt könnt ihr Euch vielleicht ein bisschen vorstellen, wie so ein Ferientag bei uns aussieht. Gott sei Dank war alles so unglaublich durchorganisiert, sonst wäre das glaube ich nicht auszuhalten gewesen. Zwischendrin blieb natürlich noch genügend Zeit um mit den Kindern zu spielen und zu schmusen. Es gibt einfach nichts Schöneres wie 35 Gute Nacht KüsseJ!

Am 16. Mai sind dann 3 neue Kinder gekommen. Eigentlich haben wir 11 erwartet, aber einige sind auf komischerweise einfach nicht aufgetaucht und bei einer Familie mit 3 Kindern haben sie im letzten Moment noch raus gefunden, dass sie uns einfach bescheißen wollten. Die Mutter kam hier mit drei Kindern an und zu Hause saß der Vater. So ist das nicht gedacht! Im Laufe der Zeit kamen jedenfalls dann noch 4 mehr gekommen…vielleicht werden es noch mehr! Die Kinder sind total süß und bei ihnen spürt man noch so richtig die Faszination die sie gegenüber uns empfinden. Sie berühren unsere Haut, drücken auf die roten Wangen und ziehen an den Haaren…manchmal habe ich das Gefühl, dass sie denken ich wäre eine Puppe! Die neuen Kinder können teilweise sogar schon recht gutes Englisch. Unser neues Nesthäkchen Alliakhan ist 3,5 Jahre alt und noch voll des Baby. Auch Shaman ist erst 4 und sooooo süß. Es gibt einfach nichts schöneres, als wenn sie nach langem Üben endlich ein „Good Morning Aunty” rausbringen. Naja natürlich ist es nicht immer alles nur schön und süß. Die „Neuen” machen auch ganz schön viel Ärger. Einige von ihnen hatten noch nie eine Zahnbürste gesehen oder eine richtige Toilette benutzt…dann muss man ganz von vorne anfangen und mit ganz viel Geduld und mangelhaftem Kannada erklären was man will. Immer wieder ins Schmunzeln komme ich wenn ich den Kindern beibringe „ordentlich” zu essen. Ja, es gibt auch bei mit Finger essen Manieren! Aber irgendwie sind halt doch immer noch die Stimmen meiner Eltern in meinem Kopf, die immer wieder sagen „spiel nicht mit dem Essen, Kind”. Genau das bringe ich im Prinzip den Kindern hier beiJ.

Am letzten Ferientag wollten wir dann ein Lagerfeuer machen und Svenja und ich haben uns voller Vorfreude auf der Herausforderung Hefeteig für Stockbrot gestellt. Aus Deutschland hat meine Mama Trockenhefe mitgebracht und wir haben dann mit der Personenwaage (ja, Mama und Papa wir haben jetzt eine eigene Waage zum Personen und Koffer wiegenJ) Mehl abgewogen und dann eine ewig lange Diskussion geführt, was genau jetzt handwarmes Wasser ist. Naja der Hefeteig ist wunderschön geworden…aber es hat angefangen zu regnen. Und wenn der Himmel sich hier mal zu einem Monsungewitter öffnet, dann kann man im Prinzip alles außer im Kerzenschein lesen vergessen. Wir waren natürlich dann nicht mehr so gut gelaunt. Die Kinder haben nachmittags in unserem „Dschungel” Feuerholz gesucht und alle haben sich so auf den letzten Ferienabend gefreut und dann das. Svenja und ich standen vor einem ganz anderen Problem: Wohin mit ca. 5kg (von Hand geknetetem!) Hefeteig, ohne Backofen?! Wir haben uns für den Telefonjoker entschieden und meine Mama angerufen. Dann haben wir wunderbare frittierte Teigfladen gehabt und den Kindern hat es wunderbar geschmeckt. Insgesamt standen wir 2 Stunden in der dunklen Küche und haben über 130 Teigfladen ausgewellt und dann frittiert. Was wir geschwitzt haben - aber wir hatten auch jede Menge Spaß. Und als der Strom wieder kam (für 5 Minuten) haben wir mit dem Küchenmädchen vor Freude getanztJ! Naja so wie man irgendwo in Afrika vielleicht für Regen tanzt haben wir irgendwann angefangen für Strom in sämtlichen Sprachen Kinderlieder beim kochen zu singenJ! Es war ein sehr amüsanter Abend und als wir dann noch die Kinder beim Essen gesehen haben und sich jedes Kind einzeln für das leckere Brot bedankt hat, waren wir uns alle sicher, dass es auch ohne Lagerfeuer ein unvergesslicher letzter Ferientag war.

Ansonsten hat sich nicht viel verändert. Die Sekretärin im Office ist von heute auf Morgen abgereist und jetzt werden Svenja und ich auch schon mal zum schnell was tippen gerufen. Auch in der Küche hat sich personaltechnisch leider noch nichts getan. Wir suchen immer noch nach einem zweiten Küchenmädchen. Unsere Gomadhi hat echt einen Orden verdient. Dreimal täglich kocht sie so gut wie alleine für ca. 50 Personen. Das Essen ist einfach, aber total lecker. Wann immer es mir möglich ist gehe ich in die Küche und helfe und lerneJ! Ja, ich kann schon einige Currys kochen… J

Wie ich Euch ja geschrieben habe ist Rosamma mit Fr. Shibu momentan noch in Deutschland unterwegs und ohne unser aller Mama geht es hier manchmal auch ein bisschen chaotisch zu. Aber wir bekommen die Zeit schon rum. Alles in allem fehlt nicht die Chefin sondern einfach die Mama, die schaut dass auch alle Mitarbeiter nicht erst um 22.00Uhr zu Abendessen und die darauf achtet, dass das Chutney im Kühlschrank nicht verdirbtJ. Sie fehlen uns schon…

Was jetzt in naher Zukunft ansteht weiß ich wie immer noch nicht genau. Irgendwann Mitte Juli kommt das „Spanish-Team”, das ist eine Gruppe von 14 spanischen Studenten der Sozialen Arbeit, die einen Mont mit uns hier leben werden. Bis dahin müssen auf jeden Fall die neuen Häuser fertig sein und da geht es gerade wirklich täglich voran. Bald kann das Haus gefliest werden und dann kann man eigentlich auch schon einziehenJ.

So, das wars jetzt mal wieder von mir.

Ich wünsche allen Schülern noch schöne Pfingstferien, allen Abiturienten noch viel Glück fürs Mündliche und allen anderen auch einfach alles Gute!!!

Ich denke an Euch!

Eure Mia / Maria

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ich bin wieder da…

Namaste und Namaskara,

Nach 82 Stunden im Zug, 3 Stunden im Flugzeug, 30 Stunden im Auto und 26 Stunden im Bus bin ich jetzt wieder aus meinem Urlaub zurück im NEST! Das hört sich jetzt vielleicht so an, als ob wir irgendwie nur unterwegs gewesen wären, aber wir haben auch sehr, sehr viel gesehen (nicht nur von irgendwelchen Verkehrsmitteln aus:-)).

Los ging die Reise mit einem 2tägigen Ausflug nach Hospet und Bellary (6.4.-8.4.2010).

Dort haben wir Verwandte von Fr. Shibu besucht und uns das Weltkulturerbe von Hampi angeschaut.

„Die faszinierenden Ruinen der Stadt Vijayanagar aus dem 15. Jh. liegen in einer außergewöhnlichen Landschaft aus riesigen Granitfelsen, üppigen Reisfeldern und Bananenplantagen.” (Lonely Planet) Die Granitfelsen waren wirklich beeindruckend, es sieht irgendwie so aus als ob irgendjemand ein paar tonnenschwere Steine ganz elegant aufeinender gestapelt hat. Die üppigen Reisfelder und Bananenplantagen konnten wir auf Grund von momentanem Wassermangel leider nicht sehen. Also außer den Felsen war die Landschaft richtig karg und trocken. So stell ich mir die Wüste vor! Die Ruinen waren auch ganz toll. In einem Tempel gab es so Musiksäulen. Wenn man da dagegen klopft kann man an jeder Säule ein den Klang eines anderen Instrumentes hören. Unvorstellbar, dass die ganzen Säulen trotzdem aus Granit sind…aber es stimmt wirklich! Ich habs gehört!

Jedenfalls hatten wir da eine wunderschöne Zeit mit unseren Fathers und Rosamma.

Wieder zurück im NEST hieß es dann kleinen Rucksack aus- und großen Rucksack einpacken, denn nach einer Nacht im eigenen Bett ging es schon weiter.

Am 9. April haben wir uns dann gemeinsam mit Fr. Raison in den Zug gesetzt. Ja, wir hatten einen Bodyguard dabei. Die Fathers hatten zu viel Angst um uns und wollten uns nicht alleine losschicken. Fr. Raison hat bis jetzt im Priesterseminar als Administrator gearbeitet und studiert jetzt ab Juni MBA in Bangalore. Deshalb hatte er gerade frei und hat die Rundreise mit ein paar Verwandtschaftsbesuchen verknüpft. Ja, Inder haben wirklich überall Verwandte. Egal in welche Stadt man fährt…irgendwen kennen die immer!

Jedenfalls ging es dann am 9. April wirklich los. Ich habe auf der Reise ganz viel Tagebuch geschrieben (hatte in Zug und Co. ja auch genügend Zeit). Also damit jetzt nicht alles wie ein Bericht klingt dürft ihr alle jetzt ganz offiziell in meinem Reisetagebuch lesen. Falls Euch irgendwas verwirrt, denkt bitte immer daran: Wir hatten bis zu 46°C und nur ganz selten eine Klimaanlage…

9.April 2010 16.30 im Zug

Ja, jetzt sitze ich tatsächlich im Zug nach Visakhapatnam. Fr. Raison schläft und Svenja macht gerade Fotos von der Landschaft. Gerade habe ich 2h im SPIEGEL gelesen (Danke, liebe Svenja-Mama). Jetzt schaue ich aus dem Fenster, beobachte Menschen und schwitze! Gerade klettert ein Inder die Kokospalme hoch… Außer Kokospalmen und einigen Sträuchern ist die Landschaft unglaublich karg - aber schön! Felsen ragen mitten aus dem Nichts in die Höhe und stehen verloren in einer Landschaft aus reinem NICHTS! Keine Häuser, keine Menschen, nicht einmal Kühe sind zu sehen. Manchmal frage ich mich echt wo die Milliarde Inder leben. Ok, hier. Wie das in Indien nun mal so ist, wechselt das Bild von einer Sekunde zur nächsten - ein Bahnhof. Gehalten hat der Zug nicht mal zwei Minuten und kurz nach einem kurzen Blick in die Zivilisation fahren wir schon wieder durchs nichts! Hier ist wohl gerade Heuernte - alte Frauen in den buntesten Saris tragen Bündel von Heu auf dem Kopf - von weitem sieht es aus wie marschierende Besen.

Auch hier im Zug ist ständig was los. Chai-Cofee-Masala- und Gebäckverkäufer laufen so jede Minute vorbei. Zwischendrin immer wieder Bettler. Manche sogar mit professionell gedruckten Bettelbriefen. Am nervigsten sind die „Männer in Sari”, Transsexuelle die super aufdringlich sind. Momentan verkauft einer irgendwas zu trinken - immer aus dem gleichen Becher *jammi*.

Mit dem ersten Hupen des Zuges heute um 14.00Uhr hat ein weiteres Abenteuer begonnen. Jetzt werde ich Indien sehen. So lange haben wir die Reise geplant, dann immer wieder aus Sicherheitsgründen und auch aus Unmöglichkeit umgeschmissen. Was dabei raus kam ist der jetzige Plan mit Bodyguard Raison.

18.15 mir ist immer noch und schon wieder langweilig, wenn das so weitergeht muss ich bereits übermorgen ein neues Buch kaufen! Svenja ließt jetzt ganz fleißig im „lonely planet” was uns die nächsten Tage erwartet. Gerade haben wir für 5Rs einen leckeren Zugkaffee getrunken und Fr. Raison hat sich einen Groschenroman auf Malayalam gekauft - sieht echt witzig aus.

21.15 - Juhu nur noch 15 Stunden! Die letzten drei Stunden waren total kurzweilig, wir haben Skibo gespielt (DANKE Opa) und dann war da noch ein super süßes Baby, eine neue, nette Nebensitzerin die sogar gebrochen Englisch spricht und Fr. Raison kam nach 2h an der Steckdose (Handy laden) auch wieder zurück und wir hatten jede Menge Spaß mit einer zu reifen Tendercoconut wobei das Schlabberzeug einfach nicht raus wollte. So langsam machen wir uns jetzt Bettfertig - schließlich müssen wir ja um 5.00 aufstehen um aufs Klo zu gehen, da ist es nämlich frisch geputzt!

10. April 2010 7.30 und immer noch im Zug

„ Good Morning. Ne, ich habe natürlich nicht bis eben ausgeschlafen. Genau genommen bin ich seit 2.30Uhr mit Unterbrechungen wach. Wenn man Indien erleben will, dann fährt man 23 Stunden Non A/C Sleeperclass. Man schwitzt wie blöd auf den 50×180cm „großen” Pritschen aus Kunstleder und es ist ständig was los. Um 2.30 war irgendeine Polizeikontrolle oder so, jedenfalls sind ca. 10 Polizisten mit Maschinengewehren hier durchgelaufen - keine Ahnung was die wollten.

Jetzt ist es 10.45, d.h. nur noch 2,5h - Juhu! Es wird immer heißer, in Visakhapatnam erwarten uns dann 38°C und das bei gefühlten 100% Luftfeuchtigkeit!

Seit 9.00 ist im Zug wieder High Life: Chai - Kaffee - Keks - Masala - Verkäufer, Bettler und natürlich auch wieder die „men in Sari”! Außerdem ist glaube ich ein Haushaltswarengeschäft zugestiegen. Ständig werden Sicherheitsnadeln, Reisverschlüsse und co. angeboten. Gerade kam ein Verkäufer mit Stickern und Haarbändern - was man in einem Zug so alles braucht!

22.30 - frisch geduscht und absolut voll gefressen aber total happy liege ich jetzt in meinem Bett für zwei Nächte. So gegen 13.00 sind wir pünktlich (und das in Indien!) in Visakhapatnam angekommen. Fr. Raisons Onkel hat uns am Bahnhof schon erwartet. Er ist auch MSFS Father und Rektor an einer Schule. Nach einer heiß ersehnten Dusche (ja, nach 23h non A/C fühlt man sich richtig dreckig und ist es auch) gab es ganz viel Mittagessen, dann eine Stunde Pause und weiter ging es um 16.00 ins Provinzialhaus der hiesigen MSFS - Provinz. Dort haben wir unter anderem auch mit dem Provinzial Kaffee getrunken und Jackfruit (monster-große und mega-süße Frucht) gegessen. Danach haben wir noch eine Submarine aus dem Krieg besichtigt und dann waren wir am Strand! Riesige Wellen und tausende Inder, wir haben nur kurz die Füße gebadet und sind dann noch eine ‚Ave-Maria-Kirche’ anschauen gegangen. Die steht auf einem Hügel und von dort aus hat man echt einen atemberaubenden Blick über Visakapathnam…es war schon Nacht und deshalb standen wir über einem unglaublichen Meer aus Lichtern - echt toll! Nach einer kurzen Besichtigung und einem Gebet vor der Lourdes - Grotte (die gibt es hier übrigens vor fast jeder Kirche) sind wir dann weiter zu einer anderen MSFS - Schule. Dort haben wir dann zu Abend gegessen und es gab Wein - wir hatten viel Spaß.

11.April 2010 19.30Uhr

Ein ereignisreicher und vor allem schöner Tag liegt hinter mir. Es ist jetzt 19.30 Uhr und bestimmt muss ich bald wieder essen *waah*! Heute Morgen hatten wir um 7.30Uhr Messe, danach gab es Frühstück und um 9.30 sind wir los in ein super großes Stahlwerk. Das war ganz interessant - vor allem weil Ausländer da drinne gar nicht erlaubt sind. Aber Schal um die Haare und Sonnenbrille auf, dann hält mich ja ganz bestimmt jeder für ne InderinJ! Es hat funktioniert!

Gegen Nachmittag sind wir dann noch an den Strand, wo Svenja und ich dann ganz indisch, also im Churidar, gebadet haben. Ich kann mir echt nicht erklären warum indische Frauen sich das gefallen lassen. Naja einmal hat das ja schon Spaß gemacht - die Wellen sind einfach der Wahnsinn! Klitschenass und voller Sand sind wir dann in das Auto von Fr. Paul…

Muss zum Essen!

12. April 2010 17.00

Nur noch 2 Stunden und dann ist auch Ziel Nr. 2 abgehakt. Um 19.00Uhr fahren wir los nach Visakhapatnam - City und dann mit den A/C - Zug (*Juhu*) weiter nach Hyderabad. Auch heute war ein schöner und ereignisreicher Tag. Heute Morgen durften wir hier zwei Stunden in die 9. Klasse gehen und mit den Kids über Deutschland reden. Das war total interessant und hat sehr viel Spaß gemacht. Erst kam natürlich nichts von den Kids, aber wie das nun mal so ist, wenn der Bann dann gebrochen ist geht es rund. Die beste Frage war, wie ich denn meine blauen Augen bekommen habe! Ansonsten haben wir uns beim Singen der Nationalhymne voll blamiert (nach der Hälfte wussten wir nicht mehr weiter). Das Witzigste allerdings war, als die ganzen Kids am Schluss Autogramme von uns wollten. Da fühlt man sich mal ganz wichtig! Ich finde es prima, dass Fr. Paul und diese Möglichkeit gab, so konnten wir wenigstens ein Stück weit mit Vorurteilen aufräumen (‚wie es gibt keine Mauer mehr in Deutschland - das steht aber in unserem Geschichtsbuch…’) und es ist einfach eine nette Ebene von interkulturellem Austausch.

Zum Mittagessen sind wir dann in eine weitere Einrichtung der MSFS - Fathers gefahren (ja, die sind überall!!!). Danach noch ein Spaziergang in nem Park und dann Kaffee in einem Convent und jetzt sind wir hier und packen. Morgen früh um 8.30 sind wir dann in Hyderabad.

13. April 2010

Die Zugfahrt war nicht weiter spektakulär. Wir hatten uns mit einer netten jungen Frau und einem alleinreisenden 15jährigen Jungen noch sehr nett unterhalten und dann habe ich geschlafen wie ein Baby. Im Vergleich zum non A/C Zug war alles so unglaublich sauber, das habe ich so genossen. Um 8.30 (schon wieder pünktlichJ) sind wir dann in Hyderabad angekommen und wurden von Fr. Raisons  Freund abgeholt, nach einer Dusche im MSFS - Haus (unserer Unterkunft für 2 Nächte) gab es Frühstück. So gegen 10.00 ging es dann los auf Touritour: Museum, Charminer (das Wahrzeichen von Hyderabad), Bazar, Essen, Shopping-Mall mit Gruselkabinett und 4D-Kino (ganz unindischJ), dann in einen Park Schiffchen fahren und Buddha-Statue fotografieren, dann noch ein Tempel und heim. Jetzt ist es 19.00 und ich bin totmüde und ganz bestimmt müssen wir gleich wieder ganz viel essenL. Obwohl wir so viele schöne Plätze gesehen haben sind es doch immer wieder die für die alltäglichen Dinge, die mich beeindrucken. Ein Bauarbeiter, der auf der Verkehrsinsel seinen Mittagschlaf hält, ein Mönch der auf einer anderen Verkehrsinsel vor einem mini-Nandi (Götterfigur aus dem Hinduismus) sein Puja (Gebet mit Opfergabe) darbringt oder der Handtaschenverkäufer, der mindestens 100 Taschen trägt nur um eine einzige zu verkaufen.

14.April 2010

Boa, heute Morgen bin ich echt nicht aus den Federn gekommen. Eigentlich wollte ich um 6.30 zur Messe, hab aber voll verschlafen. Um 8.00 haben wir dann gefrühstückt und dann sind wir mit dem Bus zu der RAMOJI - FILM - CITY gefahren. Das ist ein riesen großes Gelände mit ganz vielen Filmstudios. Dort hatten wir jede Menge Spaß. Wir sind Boxauto gefahren, haben Filmkulissen, eine Stuntshow, zwei Circusshows, eine Filmproduktion und ein 4D-Kino angeschaut, an einem sehr bonzigen Mittagsbuffet gegessen und, und, und…Jedenfalls war es toll! Für die Rückfahrt mit Bus und Riksha haben wir dann ganze 2 Stunden gebraucht. Jetzt bin ich wie jeden Abend halt müde und freue mich auf einen hoffentlich ruhigen Tag tomorrowJ!

15. April 2010

Und schon wieder im Zug. Dieses Mal geht es nach Aurangabad - um 4.00 werden wir ankommen. Der vergangene Tag war ziemlich ruhig. Eigentlich haben wir nur eine Kirche angeschaut und noch ein paar Bekannte von Fr. Raison getroffen. Jetzt sind wir im non A/C-Zug und Svenja ist ein bisschen krank. Hoffentlich geht es ihr bald wieder besser. Naja sie schläft schon ne ganze Weile. Gegenüber von uns sitzen ein paar so Affen, die ständig Fotos von uns machen…oh man, haben die noch nie müde weiße Menschen gesehen. Ich bin müde…also GUTE NACHT!

18. April 2010

Ja, also jetzt war die letzten Tage tatsächlich so viel los, dass ich echt (ganz ehrlich) keine Zeit zum schreiben hatte. Also erstmal Svenja geht es wieder gut. Und wir sind in DELHI! Tatsächlich haben wir die Hauptstadt jetzt erreicht. Aber erstmal zu den vergangen Tagen:

16.4: Dieser Tag hat wirklich sehr früh angefangen, genau genommen um 3.30Uhr im Zug, denn eigentlich hätten wir um 4.00 ja in Aurangabad sein sollen…naja wir sind in Indien!

Als wir dann tatsächlich irgendwann angekommen sind durften wir noch ne Stunde schlafen und sind dann weiter nach Ajanta. Leider nur ich und Raison, da Svenja am Freitag noch nicht ganz OK war und sich für einen Tag Pause entschieden hat! [...]

Die Höhlentempel von Ajanta sind voll schön und sehr beeindruckend, einfach der Wahnsinn, was man mit Hammer und Meißel so schaffen kann - und das das alles hält! An dem Tag war es übrigens heiß…richtig heiß und wir mussten die ganze Zeit in der Sonne laufen (außer halt in den Höhlen)!Boa, war ich fertig als wir dann abends zurück nach Aurangabad gekommen sind. Aber da hat mich schon wieder eine lachende Svenja - Aunty erwartet…dann war ich trotz aller Müdigkeit einfach glücklich! Zum Abendessen kam dann noch ein Father und dann habe ich ganz schnell und ganz fest (trotz 35°C und Stromausfall à kein Ventilator!) geschlafen!

17.4: Am nächsten Morgen sind wir dann mit einem der Fathers zum Fort, Ellora und Mini Taj Mahal gefahren. Dass war eher so eine „Rein-Raus-Sight-Seeing-Tour”, aber es war und ist halt einfach wahnsinnig heiß hier. Abends ging es dann zum Flughafen und wir sind nach Delhi geflogen. Es war Fr. Raisons erster Flug und er hat sich beim Start und bei der Landung gefreut wie ein kleines Kind…das war echt nett!

Dann war ich wohl zu faul weiter zu schreiben

19. April 2010

So also weiter im Text. Der Flug war ganz chillig, es kam ein guter FilmJ! Aber wir hatten ganz schön viel Verspätung…so gegen 23.30Uhr waren wir dann endlich im Hotel. Das Hotel ist…naja interessant, aber billig und müde waren wir auch. Wir hätten also wohl überall gut geschlafen.

18.4: 7.00Uhr Messe…war nichts mit ausschlafen oder so. Zur Messe kam noch eine Cousine von Fr Raison (ich sag ja die sind überall) und nach dem Frühstück sind wir dann auf zur Sight- Seeing -Tour: Red Fort, India Gate, Indhira Gandhi Memorial Museum, RajGath, Lotustempel und noch viel mehr haben wir gesehen. Gott sei Dank hatten wir ein Mietauto mit A/C, sonst hätte man das nicht ausgehalten. Weil wir haben uns natürlich für unsere Sightseeingtour den heißesten Tag in Delhi ausgesucht…mit 46,7°CJ. Wir haben geschwitzt und uns am ende des Tages echt gewundert warum wir nicht gar sindJ!

Abends waren wir dann noch in der Mini - Wohnung von einem Diözesanpriester. Da hatten wir vielleicht einen Spaß und tata: Ich habe endlich verstanden wie Cricket (DAS Nationalspiel in Indien) funktioniert…

Jetzt sitze ich gerade im Auto nach Agra zum Taj Mahal: Ja, gleich werde ich ihn sehenJ Naja eigentlich hieß es wir brauchen 3 Stunden…jetzt sind es schon vier, ich bin mal gespannt!

22.April 2010

Und wieder mal hatte ich wirklich keine Zeit zum Schreiben.

19.4: TAJ MAHAL!

Nach ca. 5 Stunden Fahrt sind wir endlich in Agra angekommen und haben uns dann aufgemacht um das Wahrzeichen Indien zu sehen: Den Taj Mahal! Mal wieder Touristen-Abzocke pur: 750Rs Eintritt. Überall bezahlt man als Ausländer mindestens das 20(!)fache! Naja beim Taj Mahal gab es für Ausländer wenigstens eine Wasserflasche und so Überzieher für die Schuhe gratis dazu, damit man im Taj Mahal auf dem sehr heißen Marmorboden nicht barfuß laufen mussJ. Also wir sind dann durch das West - Gate auf das Gelände des Taj gelaufen - der Wahnsinn. Mit dem ersten Blick auf dieses Gebäude habe ich verstanden warum jeder so davon schwärmt. Es ist wunderschön. Wir haben natürlich jede Menge Fotos gemacht und jeden Winkel besichtigt. Wir waren glücklich, denn wir haben ihn jetzt gesehen: Den Taj Mahal!

Nach dem Mittagessen haben wir uns dann noch ein Fort angeschaut und dann wollten wir weiter nach Jaipur. Blöd nur, dass genau an diesem Tag der Agra-Jaipur Highway gesperrt war. Somit mussten wir über Dörfer fahren - nachts. Alles war wie ausgestorben…teilweise war ich mir echt nicht sicher ob wir über Straßen oder Äcker fahren…irgendwo in Indien! Natürlich gibt es auf solchen „Straßen” auch keine öffentlichen Toiletten oder so was ähnliches…aber was muss das muss. Somit haben Svenja und ich beim Freiluftpinkeln im Dunkeln Todesängste ausgestanden (in Rajasthan soll es gaaanz viele Schlangen geben). Aber wir haben überlebt und keine Schlange gesehen!

So gegen 0.00 sind wir dann in einem Hotel gelandet. Wir haben einfach das erste genommen…ganz schön bonzig!

20.4.JAIPUR

Ok, also erstmal haben wir heute Morgen ausgecheckt (weil es zu teuer war…und nachher haben wir in einem 600Rs teureren eingechecktJ). Dann auf zum Frühstück in ein Restaurant. Aber ne, unser Bodyguard isst nicht alles…es muss schon südindische Küche sein. Im zweiten Restaurant gab es Gott sei Dank Masala Dosa…der Tag war gerettet!

Um 11.00 ging es dann los auf Sightseeingtour. Gleich am ersten Punkt haben wir uns für 200Rs einen Touristenführer angelacht - mit den größten Schweißflecken die ich je gesehen habe*bääh*! Jedenfalls haben wir dann Amberfort und so einen Sonnenuhrmodellgarten angeschaut und sind dann aber gleich ins nächste Hotel um wieder auszuruhen.

(Ihr müsst verstehen…es hatte 40°C und da wirt auch Sightseeing zum Leistungssport!!!)

Abends sind wir dann auf einen Bazar zum shoppen. Man, hatten wir einen SpaßJ! Und Fr. Raison kann sooo gut handeln. Wir haben jedenfalls ganz arg viel eingekauft und ganz arg viel Spaß. Unterwegs haben wir uns dann an einem Straßenimbiss was zum Essen geholt und hatten dann ein superklasse Schlafanzugpicknick im Hotelzimmer. Natürlich mit indischem Fernsehen

21.4. JAIPUR

Am nächsten Morgen sind wir um 7.30 aufgestanden und sind dann um 8.30 los zum Affentempel. Das war echt cool! Wie im Dschungelbuch. Also ein Tempelgelände und tausende von Affen und dazwischen Hindus die beten und ihre Pujas darbringen. Der Wahnsinn…so was habe ich echt noch nie gesehen. Da hat sich der 45minüntige Aufstieg in der knallen Sonne echt gelohnt. Danach sind wir nochmal zum Bazar, ja wir konnten einfach nicht aufhören zu shoppenJ! Ich habe mir noch einen blauen Glitzersari gekauft und kann ihn jetzt auch ganz alleine binden!

Nach dem Mittagessen (Pizza :-)) ging es dann wieder auf in Richtung Delhi, wo wir 5 Stunden später angekommen sind.

Nun zu Heute: 22. April 2010

Ja, bis jetzt ist der heutige Tag ziemlich unspektakulär…OK langweilig. Eigentlich wollten wir heute ins Parlament, aber diese Woche ist „Session” und das heißt keine Ausländer. Fr. Raison ist dann alleine gegangen und wir saßen den ganzen Vormittag auf dem Schulgelände der Schwestern, bei denen Fr. Raison wohnt rum. Wir haben Postkarten  geschrieben und ich versuche mein Tagebuch mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Eigentlich wollten wir Wäsche waschen, aber seit heute Morgen um 5.00 (jetzt ist es 14.00) gibt es in dem ganzen Stadtteil keinen Strom und somit auch kein Wasser. Nachher geht es noch einen Tempel besichtigen und morgen fahren wir schon zurück nach Hause…die Zeit verging soooo schnell!

24. April 2010 im Zug

Wie gesagt sind wir am 22.4. noch einen Tempel besichtigen gegangen. Nicht nur ein Tempel, das war so ein ganzes hinduistisches Glaubenszentrum…war total interessant. Zum Abschluss gab es dann noch eine Musik-Wasser-Show mit hinduistischen Tempelgesängen, das war soooo schön!

So nun zu gestern 23.4

Wie jeden Morgen sind wir zum Frühstück in die Schule der Schwestern gelaufen. Nur das gestern niemand am Frühstückstisch saß. Wir sind dann in Fr. Raisons Zimmer gelaufen und haben ihn und unsere Schwester da dann auch gefunden. Fr. Raison bekam Frühstück ans Bett…warum? Naja erst haben wir auch unsere Witze darüber gemacht, bis wir seinen Arm gesehen haben: Er hatte eine Auseinandersetzung mit dem Wachhund (ein deutscher Schäferhund) der Schule und wurde von ihm in den Arm gebissen!

Also hieß es für unseren Bodyguard einen Tag Ruhe und Svenja und ich haben uns alleine aufgemacht um die Hauptstadt Indiens zu erkunden. Mit Rikscha, Metro und ganz viel Fragen haben wir uns dann von einem Ort zum nächsten bewegt und alles gesehen was wir noch sehen wollten. In der Metro hatten wir dann noch eine unglaublich nette Begegnung mit einem indischen Eventmanager, der uns noch sehr nett weitergeholfen hat. Eine Stunde später als vereinbart (ja, auch wir sind da schon ganz indisch) waren wir dann wieder zurück. Fr. Raison ist noch mal zum Arzt um den Verband zu wechseln und wir haben geduscht und uns noch mit den Kiddies von der Schule unterhalten. Damit ging dann ein weiterer Teil der Reise zu Ende und wir sind mit einer Rikscha zum Bahnhof gefahren…

25. April 2010 zu HauseJ

Ja, im Zug wurde es mir irgendwann zu wackelig.

Also vom 23.4 20.00Uhr bis zum 25.4 8.00Uhr waren wir im Zug. Wir sind royal Class gefahren. Das heißt Klimaanlage und Vollpension…Diese 36 Stunden bestanden nur aus sitzen, liegen, schlafen und essen! Dennoch hatten wir mit unserem verletzten Bodyguard ziemlich viel Spaß. Wir haben sogar im fahrenden Zug unser ganzes Krankenschwesterwissen ausgepackt und seinen Verband gewechselt! Ja, als wir dann heute Morgen in Bangalore City angekommen sind war ich einfach nur glücklich. Unser Fahrer stand schon vor dem Bahnhof und hat lachend auf uns gewartet. Zu Hause hat uns dann Fr. Jaison richtig herzlich begrüßt…jetzt freue ich mich endlich mal wieder zu telefonieren und einfach auszuruhen. Morgen geht es dann weiter nach Goa!

29.April 2010 in Goa

So, jetzt bin ich schon den zweiten Tag in Goa. Wir sind erst am Dienstag gefahren weil ich mal wieder ein bisschen krank war. Es sieht so aus, dass ich mir irgendwo beim barfuß laufen Würmer eingefangen habe. Jetzt bin ich gerade dabei mit hilfe von vielen Tabletten in meinem Inneren ganz viele Morde zu begehen!

Jedenfalls sind wir seit Mittwochmorgen 7.00Uhr in Goa. Wir wohnen wieder in einem MSFS Institut bei Fr. Philipp. Gestern haben wir nicht so viel gemacht. Die Nacht im Bus war sehr wackelig, so stell ich mir ein Schiff bei einem Sturm vor. Man musste ohne Witz aufpassen, dass man nicht aus dem Sitz fällt - und dann soll man schlafen? Gestern Abend sind wir dann aber doch noch mit dem Bus nach Panjim(Hauptstadt von Goa) gefahren und haben einen gemütlichen Spaziergang durch die romantische Altstadt gemacht.

Heute (29.4) war dann ein wesentlich anstrengender Tag. Heute Morgen hat uns Fr. Philipp am Busstop in Mapusa (da wohnen wir) abgesetzt und wir sind wieder über Panjim nach Old Goa gefahren. Old Goa war Hauptstadt von Goa als es noch portugiesische Kolonie war und genau so sieht es auch aus. Also ich war noch nie in Portugal, aber mit Italien oder Kroatien lassen sich die Straßen und vor allem die Kirchen schon sehr vergleichen. Nur die vielen Frauen in Saris haben uns daran erinnert, dass wir in Indien sind. Die Kirchen waren total schön und ich habe es richtig genossen, nach so vielen Tempeln auch mal wieder eine schöne, alte Kirche, wie zu Hause zu sehen. Übrigens ist der heilige Franz Xaver da beerdigt. Zum Mittagessen sind wir dann wieder in die heutige Hauptstadt Panjim. Die Busse hier in Goa sind übrigens total anders - so ein bisschen wie Lastwagen. Fahrerkabine und dann ein Gitter und dann erst die Sitzplätze. Im Bus hatte ich auch wieder mal eine der schönen Begegnungen, die Indien für mich ausmachen. Eine alte Frau hatte eine ziemlich schwere Einkaufstasche und ich habe sie ihr ein Stück weit getragen. Darüber hatte sie sich so gefreut, dass sie mir und Svenja Blumen für die Haare geschenkt hat. Ganz stolz sind wir dann mit den Yasmin-Blumen in unseren Haaren den ganzen Tag rumgelaufen. Sie waren schon halb verwelkt - aber sie kamen von ganzem Herzen!

Nach der Busfahrt haben wir uns dann den Luxus eines klimatisierten Restaurants gegönnt und dann wollten wir uns auf den einstündigen Stadtspaziergang machen, der in unserem Reiseführer stand. Naja als wir nach 2 Stunden weniger als die Hälfte hatten, haben wir beschlossen umzudrehen. Vielleicht schafft man den Spaziergang bei 20°C in einer Stunde - aber nicht bei 40°C ohne Schatten!

Auf dem Rückweg haben wir dann die absolute Rettung des Tages erblickt: Ein Eiscafé! Ich wollte gar nicht mehr raus - da war es sooo schön. Es gab sogar ein Klo mit Klopapier. Nach einer Stunde, einem Eiskaffee und einem Eistee haben wir uns dann aber doch auf den Weg gemacht: Auf ein Partyboot. Eine Stunde lang hat man auf einem Boot einen DJ. Es werden Tänze aufgeführt und man darf selber tanzen. Mein Magen hat allerdings schon ne ganze Weile getanzt und deshalb blieb ich sitzen und hatte meinen Spaß beim Beobachten tanzender InderJ! Nach dem Bootstrip mussten wir dann auf dem Weg zum Busstop todesmutig 4 Straßen (in der Größe von Autobahnen) überqueren. Aber wir haben überlebt!

30.April 2010 14.00

Heute Morgen waren wir auf dem Markt. Der Freitagsmarkt von Mapusa steht sogar in unserem Reiseführer! Jedenfalls haben wir halt wieder eingekauft und gehandelt bis zum umfallen - ich kann des jetzt! Da hier gerade Off-Season ist (das heißt: keine / kaum Touristen) und das Wetter heute Morgen nicht so toll war (wir haben einen Regenschirm gekauft!) waren die Händler beim Anblick zwei weißer Mädels natürlich hellauf begeistert. Wir wurden ohne Witz an den T-Shirt Ärmeln an die Stände gezogen und quasi zum shoppen genötigtJ! Es hat ganz viel Spaß gemacht!

Jetzt haben wir gerade hier im MSFS Institut Mittag gegessen und nachher geht es mit den Fathers und den Brüdern noch an den Strand…endlichJ!

2. Mai 2010 wieder zu Hause

Ja, wie gesagt sind wir am Freitag dann noch an den Strand gefahren und hatten auch ziemlich viel Spaß. Es war schon abends und der Strand war nahezu menschenleer. Wir hatten ein ganzes Meer für unsJ! Wir haben gebadet und die meiste Zeit einfach nur dagesessen und das Meer beobachtet…es war so schön!

Gestern (1.5) sind wir dann noch mal am Strand gewesen. An einem Touristenstrand. Wir haben uns einen Liegestuhl mit Sonnenschirm gemietet und sind auch schwimmen gegangen bis irgendwann die Wellen zu hoch wurden und die Bademeister das Schwimmen verboten haben. Wir haben uns durch das Schwimmverbot die Laune aber nicht vermiesen lassen sondern haben beschlossen eines der vielen Wassersportangebote zu machen. Wir sind Paragliden gegangen und sind so richtig über dem Meer geflogen, das war so toll! Ich würde es gleich noch mal und noch mal machen!

Nach ein paar weiteren Stunden im Liegestuhl sind es uns dann zu viele Fotografen geworden. Ja, als weiße Frau im Bikini zieht man vor allem in der Off-Season alle männlichen Inder auf sich. Die haben sich ohne Witz vor unsere Liegestühle gestellt um sich fotografieren zu lassen - wir hätten was dafür verlangen sollen. So 100Rs pro Foto - dann wären wir heute reichJ. Naja uns wurde das alles dann zu bunt und wir sind zurück gefahren. Dann duschen und packen und dann wieder auf zu unserem Schaukelbus der uns in einer Nacht zurück nach Hause fährt. In Bangalore wurden wir dieses Mal nicht am Bahnhof abgeholt und sind somit mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause gefahren. Die Leute schauen ja schon immer komisch, wenn zwei Weiße in das hinterste Dorf von Bangalore fahren wollen. Aber morgens um 7.30Uhr, total übernächtigt und mit riesigen Rucksäcken auf den Rücken muss das schon extrem witzig aussehen.

Seit heute Morgen um 9.00Uhr bin ich also wieder zu Hause, endgültig zu Hause! Als wir angekommen sind haben uns Savithri, eines unserer Kinder und Fr. Jaison beim Frühstück begrüßt. Ich habe mich sooo gefreut sie wieder zu sehen. Nur noch wenige Tage, dann kommen Rosamma, Anu und dann auch schon bald die Kinder wieder! Wie ich mich auf diesen Tag freue!!!

5. Mai 2010 wieder angekommen

So seit drei Tagen bin ich nun wieder im NEST. Eigentlich machen wir nicht viel. Das einzige Kind, das schon da ist wird von vorne bis hintern verwöhnt und wir sind halt viel im Internet, lesen viel und ruhen einfach aus. Vor uns liegen nun noch drei anstrengende Wochen - auf die ich mich aber schon so freue! Heute sind den ganzen Tag über Interviews mit den Eltern / Verantwortlichen der neuen Kinder. Elf neue Kinder werden kommen. Die „Neuen” ziehen dann am 16. Mai ein. So geht es jetzt ganz schnell weiter und bald stehe ich schon wieder auf deutschen Boden. Daran möchte ich aber im Moment noch gar nicht denken - ich genieße die Zeit hier.

In diesem Sinne grüße ich Euch ganz herzlich und gratuliere Euch zu Eurem Durchhaltevermögen beim Lesen!

Eure Mia / Maria

Bilder gibt’s natürlich auch ganz viele…ich hab nur ein paar online gestellt, den Rest gibt’s dann im August!

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Hampi 6.4-8.4.2010

Also los geht es mit Bildern von Hampi! Da waren wir gemeinsam mit Fr. Shibu, Fr. Jaison, Fr. Raison und Rosamma…

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Füße kühlen im Fluss…der in der Trockenzeit mehr so eine Regenrinne ist:-) Aber kühl war es trotzdem. Im Hintergrund kann man die wunderschöne Felsenlandschaft von Hampi erahnen.

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Fr. Jaison beim Ruinen erkunden…

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Fr. Shibu: Pause im Tempel

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Dort wurden die Verbrecher früher reingehängt…

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unser Bodyguard für die große Reise…ganz schön stark:-)

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Der Tempel mit den Musiksäulen

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Früher mal haben sich die Steinräder wohl echt gedreht…

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und überall sind Affen :-)

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Zu Hause: Beim Willkommenskuchen anschneiden…die jüngsten und die ersten Ausländer im Haus!

Also das war Hampi…weiter geht es nach

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Visakhapatnam 10.4 - 12.4.2010

Im Zug:

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Frühstück im Zug Idli mit Sambar :-)

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In Visakhapatnam…Submarine aus irgendeinem Krieg:

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Abendspaziergang am Strand. Eine Frau die auf das Meer schaut, ein wunderschönes Bild!

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Ausflugstag:-) In einem Park der unbeschreibliche Blick auf das Meer:

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indisch baden :-)

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Wir waren die Stars der Schule :-)

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Das war Visakhapatnam :-)

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Hyderabad 13.4-15.4.2010

Der Charminer, das Wahrzeichen der Stadt:

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Der Blick vom Charminar auf eine der größten Moscheen

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Die Gegend um den Charminar ist berühmt für die Auswahl an Armreifen…Glitzer, Glitzer, Glitzer:-)
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Die Buddhastatue

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Public Viewing in Indien…Cricket-Match vom Motarrad aus:-)

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Ne wir waren nicht bei McDonalds essen…

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RAMOJI FILM CITY :-)

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Die tollen Mützen gabs gratis:-)

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Puppenspieler aus Rajasthan:

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Und wer freut sich schon auf die erste Autofahrt von mir :-D???

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Und das war die Hauptstadt von Adra Pradesh…zwei schöne Tage in Hyderabad!

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Ajanta 16.4.2010

Die Höhlentempel von Ajanta.

Buddhistische Höhlen, die vor ganz vielen Jahren in die Felsen geschlagen wurden…echt beeindruckend!

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Aurangabad und Ellora 17.4.2010

Das Fort von Aurangabad, da kann man mit einer Fackel in den alten Geheimgänge laufen und dann kommt eine Fledermaus und pinkelt der Mia auf dem Arm :-( War trotzdem toll…

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Früher haben die noch Krokodile gebraucht um die Feinde fern zu halten. Und jetzt…wurden die gefährlichen Krokodile durch Plastikflaschen und sonstigen Müll ersetzt, ja leider ist auch das Indien…

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Die Höhlentempel von Ellora: Das ist wirklich alles aus den Felsen rausgemeistelt…der Wahnsinn!

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Zur Abkühlung einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft…

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und das war das Sightseeing für diesen Tag :-)

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